Liebe Mitstreiterinnen, liebe Mitstreiter, liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

Ich schreibe Ihnen und Euch, um Eure Aufmerksamkeit auf einen äußerst dringenden Fall zu lenken, der Mitgefühl und sofortige Unterstützung erfordert.

Am 20. März 2026 wurde eine 30-jährige Mutter zusammen mit ihren zwei kleinen Kindern (7 und 6 Jahre alt, beide in Deutschland geboren) von Augsburg nach Nigeria abgeschoben. Bei ihrer Ankunft äußerte sie unserem DERS Team vor Ort ihre Ängste, vor allem bezüglich der Versorgung ihrer autistischen Tochter Mimi. Seit ihrer Ankunft jedoch hat sich die Realität, der sie sich gegenübersieht, als weitaus härter erwiesen als erwartet. Ohne jegliches Unterstützungssystem, das sie auffangen könnte, leben sie und ihre Kinder unter extrem schwierigen Bedingungen. Im Moment baut sie noch kein neues Leben auf – sie versucht lediglich zu überleben.
Mimi (7), die eine Autismus-Diagnose hat und den Schweregrad 3 (erfordert sehr umfangreiche Unterstützung) diagnostiziert bekommen hat, nicht sprechen kann, und besonders empfindlich gegenüber Umweltveränderungen ist, ist besonders stark betroffen. Bereits wenige Tage nach ihrer Ankunft begann sich ihr Zustand zu verschlechtern. Sie hat Schwierigkeiten zu essen, weint häufig und zeigt Stress in einem Ausmaß, das ihre Mutter zuvor nie erlebt hat. Die ungewohnte Umgebung, extreme Hitze, Lärm, fehlende Routine und das Fehlen angemessener Betreuung überfordern sie völlig. Das bedeutet natürlich auch eine hohe Belastung für die Mutter und den jüngeren Bruder
Derzeit schläft die Familie auf dem Boden in einem heißen, schlecht belüfteten Raum, ohne auch nur einen Ventilator zur Erleichterung. Moskitos sind nachts ständig präsent, was das Schlafen erschwert und zusätzliche Gesundheitsrisiken darstellt. Diese Bedingungen sind natürlich insbesondere für Name, die aufgrund ihrer Beeinträchtigung einen besonderen Bedarf an Stabilität und Geborgenheit hat.
Die Mutter tut alles in ihrer Macht stehende, um beide Kinder zu versorgen, aber die Belastung als alleinstehende Mutter in dieser Situation ist enorm. Der Sohn Name (6) passt sich langsam den neuen Bedingungen an, trotzdem ist auch er ein kleines Kind, das Fürsorge und Sicherheit benötigt. Die Mutter kämpft jeden Tag darum, die Situation zu bewältigen. Grundbedürfnisse wie Nahrung sind nicht garantiert. Jeder Tag bringt die Unsicherheit, wie sie ihre Kinder ernähren soll. Dringender ist jedoch die Medikation für ihre Tochter, die für deren Wohlbefinden und Gesundheitszustand unverzichtbar ist. Es ist nur noch ein kleiner Vorrat vorhanden, und es gibt keinen Plan, wie mehr beschafft werden soll, sobald dieser aufgebraucht ist.
Über diese unmittelbaren Sorgen hinaus bestehen längerfristige Herausforderungen. Keines der Kinder ist derzeit in einer Schule eingeschrieben. Für ihren Sohn bedeutet dies eine Unterbrechung seiner Bildung und seiner Routine und vor allem das fehlen von stabilen Kontakten mit Gleichaltrigen. Für ihre Tochter ist der Zugang zu spezieller Bildung und Betreuung lebenswichtig, jedoch aufgrund der Kosten und begrenzter Verfügbarkeit größtenteils nicht zugänglich.
Trotz dieser Härten ist die Mutter entschlossen, ihre Unabhängigkeit wiederzuerlangen. Sie verfügt über Fähigkeiten im Friseurhandwerk und hofft, damit in Zukunft ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. Derzeit fehlen ihr jedoch die grundlegenden Werkzeuge, Ressourcen und Räumlichkeiten, um neu zu beginnen.
Die Bedürfnisse der Familie sind dringend und wesentlich:
* Ein sicherer und würdiger Schlafplatz, einschließlich einer Matratze oder eines Bettes
* Grundlegende Lebensausstattung, einschließlich Ventilator und Mückenschutz
* Regelmäßiger Zugang zu Nahrung
* Dringender Zugang zu medizinischer Versorgung für die Tochter
* Unterstützung für die Bildung der Kinder, insbesondere spezialisierte Betreuung für die Tochter
* Hilfe beim Aufbau ihres Friseurgeschäfts und der Wiedererlangung finanzieller Unabhängigkeit
Die momentane Situation ist noch weit entfernt von einem Prozess der Reintegration. Sie bedeutet vielmehr einen täglichen Kampf um das Überleben. Wir bitten um finanzielle Unterstützung, damit diese Familie sich stabilisieren und einen Weg in eine nachhaltige Zukunft finden kann.

Vielen Dank, dass Ihr Euch die Zeit nehmt, diese Bitte zu berücksichtigen. Ihre und Eure Unterstützung könnte den Lebensweg dieser Mutter und ihrer Kinder nachhaltig verändern.

Spendenkonto:

Flüchtlinge für Flüchtlinge e.V / GLS Bank / IBAN: DE80 4306 0967 7033 0742 00

Verwendzweck: Abgeschobene Familie Ozouwku

Paypal: https://www.paypal.com/donate?hosted_button_id=9VPH22CHYBEWG

Selbstverständlich sind Ihre Spenden steuerlich absetzbar.

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Email: info@refugees4refugees.org

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